Was ist Osteopathie?

Osteopathie bei Dr. Elke Fritzsche in SchleizDie „Osteopathie“ ist als ganzheitliche Heilmethode ein Teil der Manuellen Medizin und stammt aus den USA. Mit gezielten Handgriffen werden die beweglichen Strukturen des Körpers untersucht und behandelt. In den USA ist die von dem Arzt Dr. Still im 19. Jahrhundert ärztlich aufbereitete Osteopathie offiziell anerkannt und wird an vielen Universitäten gelehrt. In Deutschland vertreten mehrere ärztliche Fachgesellschaften die Osteopathische Medizin mit dem Ziel, die Osteopathie durch wissenschaftliche Arbeit und standardisierte Ausbildung zur Anerkennung zu bringen.

Die „Osteopathie“ gliedert sich in 3 Bereiche: die parietale, die viscerale und die craniosacrale Osteopathie.

  • Die „parietale Osteopathie“ beschäftigt sich mit den Funktionsstörungen von Gelenken und Muskeln, Bindegewebe, Sehnen und anderen Strukturen des Muskel-Skelett-Systems und geht über die „Chirotherapie“ weit hinaus.
  • Die „viszerale Osteopathie“ beschäftigt sich mit der Untersuchung von Bewegungs- und Funktionsstörungen der inneren Organe, z.B. Zwerchfell, Blutgefäße, Darm, Magen u.a..
  • Die „kraniosakrale Osteopathie“ bezieht die Bewegungen der Schädelknochen, der Verbindungen zwischen Schädel und Kreuzbein/Steißbein über Hirn- und Rückenmarkshäute, das Nervensystem u.a. ein.

Die ganzheitliche osteopathische Behandlung bezieht sich auf die Kenntnis, dass man bei der Linderung von Schmerzen nicht nur den betreffenden Körperteil betrachten muss, sondern den gesamten Körper. So können Wirbelsäulenbeschwerden von Störungen im Bauchraum verursacht werden oder Kopfschmerzen von Funktionsstörungen im Kreuzbeinbereich.

Eine osteopathische Behandlung ist in erster Linie zur Förderung und Wiederherstellung eingeschränkter Körperfunktionen geeignet und soll die Selbstheilungskräfte aktivieren.

OsteopathieDabei versteht sich die Osteopathie nicht als Konkurrenz zur Schulmedizin. Beide Methoden ergänzen einander. Oftmals müssen vor Behandlungsbeginn organische Störungen ausgeschlossen werden.

Die Dauer einer osteopathischen Behandlung beträgt zwischen 20 und 45 Minuten.

Die Kosten einer Osteopathiebehandlung werden von den privaten Krankenkassen ersetzt.  Die gesetzlichen Krankenkassen wie die  AOK Plus erstatten 90% der Kosten für für  3 osteopathische Behandlungen im Jahr (maximal 60 Euro pro Sitzung). Bei Versicherten anderer Krankenkassen werden diese im Rahmen der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL) abgerechnet.

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